Oberösterreichische Nachrichten: Gummi-Twist
der Spinnenbeine
In der Funktion des Illustrierens spielen sich
Matthus' Musik und die (erfreulich weit vom Petersen-Film entfernte)
Regie von Matthias Davids abwechselnd den Ball zu. Eine wunderbare
Bühne für dieses Hin und Her, für das Ineinandergleiten von
Hören und Sehen hat Benita Roth gebaut.Mit Räumen im Raum, in
verschobenen Perspektiven, in Schwarz-Weiß-Tönen. Grandiose
Lichteffekte und bunt-pointierende Kostüme (Noelle Blancpain)
dienen als "Phantasién"-Einsprengsel. Ein
effektvoll und punktgenau choreografierter Dialog aus Bild und Ton
ist sie geworden, diese Linzer Inszenierung. (...) Genießen wir die
vielen kuriosen Regie-Ideen von Matthias Davids. Sie seien wegen des
Überraschungseffekts hier nur peripher mit dem Stichwort
"irrwitziger Spinnenbein-Gummi-Twist" verraten. --- Ganze
Kritik
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Linzer Neues Volksblatt: Mit dem Märchenstoff
recht abstrakt umgegangen
Der Junge Bastian, imponierend dargestellt von
Moritz Rathke, trotzt frustriert seinem Leben. Lesend, schreibend
und mit brüchiger Stimme begehrt er kräftig auf. (...) Die Bühne
von Benita Roth strahlt visionäre Kraft aus in ihrer wirkungsvollen
Balance der elf Bilder zwischen Illusion und Wirklichkeit. Auch die
Kostüme von Noelle Blancpain stimmen damit überein. Der große
Gewinn bei dieser Oper ist die Musik. Sie bleibt auch dann zugänglich,
wenn neue Tonleitern die harmonische Struktur beherrschen. --- Ganze
Kritik
Wiener Zeitung: Ein Besuch im Land Phantásien
Die Spiellaune der in nahezu drei Dutzend Rollen auftretenden
Mitwirkenden, dazu noch die Statisten und so mancher aus dem Chor
herausstechenden Figur wurde von Regisseur Matthias Davids geweckt.
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Salzburger Nachrichten: Spannend für Jung und
etwas Älter
Matthias Davids trifft gut den Ton zwischen den Überdrehtheiten
einer Märchenhandlung und der Spannung der stillen Momente, wenn
schwerwiegende Entscheidungen anstehen, etwa als Atreju beschließt,
das Gift zu nehmen oder vor dem großen Tor zum Orakel der Uyulala
steht. Das Bühnenbild zeigt zwar realistische Elemente, Möbel,
Lampen, Türen, aber verfremdet sie zugleich so, dass man auch über
den Aufbau einer symbolkräftigen Ausstattung einiges lernen kann.
Die "unendliche
Geschichte": eine runde Sache. --- Ganze
Kritik
Kronen-Zeitung: Rettung für Phantasien
Matthias Davids (Inszenierung), Benita Roth (Bühne) und Noelle
Blancpain (Kostüme) verzichten auf keine Chance, die Schaulust des
Opernpublikums kunstgerecht zu stimulieren. --- Ganze
Kritik
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