STRIKE UP THE BAND
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musical-Tipp - Deutschland-Radio 3:59 min

Jodelnd in die Käseschlacht Gershwin-Musical als köstliches Spiel mit den Klischees am MIR
Die Brüder Gershwin versuchten mit ihrem Käsekrieg-Musical die Music Comedy mit ätzender Satire und Broadway-Show zu verquicken. Die Uraufführung 1927 misslang. Doch in Gelsenkirchen glückte zum Amüsement des schier außer sich, geratenden Premierenpublikums ein Feuerwerk szenischer, optischer und musikalischer Pointen. Wie eine Broadway-Show sich mit hintergründigem Biss aufladen lässt, führen der mit leichter Hand inszenierende Musical-Spezialist Matthias Davids, sein vor köstlichen Einfällen sprühendes Ausstatter-Team Knut Hetzer (Bühne) und Judith Peter (Kostüme), die famose Choreografin Melissa King und der nach einer opulenten Ouvertüre effektvoll wirbelnde Kai Tietje am Pult der Neuen Philharmonie gleich in der Eingangsszene vor. […] Scharf geschossen wird im lebhaften Schweizer Teil nach der Pause keineswegs. Scharf sind indes die prasselnden Pointen - vom Stepptanz an der Kletterwand mit martialisch anmutenden US-Militärs bis zu den running gags des in geheimer Mission wandlungsreich auftretenden Secret-Service-Mannes George Spelvin (große Klasse: Daniel Drewes). Er weiß auch, wie man die als Guerilla in den Bergen unsichtbare Schweizer Truppe aus ihrem Versteck lockt: jodelnd nämlich. Zu den Höhepunkten der alpinistischen Gratwanderung zwischen karikierendem Klamauk und hintersinnigem Witz zählt ein Showtanz, mit dem die aparte Filipina Henoch als liebestolle Anne Draper und Philippe Ducloux als Galan Timothy Harper aus der Fletcher-Truppe leichtfüßig über die Bühne wirbeln.
Bernd Aulich, Recklinghäuser Zeitung vom 10. Dezember 2007

Käse-Krieg mit Blue Notes
Über die gelungene deutsche Erstaufführung des Gershwin-Stücks „Strike Up the Band“ in Gelsenkirchen

Gershwin freilich hat den Schweizer Käse mit Blue Notes, jazzigen Rhythmen und karikierender Militärmusik gespickt, die der Musical-versierte Kai Tietje mit der Neuen Philharmonie Westfalen Freude sprühend über die Rampe bringt. Dank der einfallsreichen Inszenierung von Matthias Davids wird der hochgefahrene Orchestergraben zwischenzeitig auch mal zum Überseedampfer der siegreichen Heimkehrer. Überhaupt bekommt das Auge auf der ständig in Bewegung befindlichen Bühne von Knut Hetzer viel zu sehen: sei es Fletchers futuristischen Firmensitz aus Glas und Spiegeln, sei es die heile Bergwelt mit Matterhörnern und Kletterwänden. Und in den farbprächtigen Kostümen von Judith Peter treiben die - mit Mikroports rundum erfreulich singenden - Akteure die Handlung mit ihren abstrusen, hakenschlagenden Wendungen, Gags und Kalauern so spritzig voran, dass man Tränen lachen kann. Vor allem über Daniel Drewes als total überdrehten Monteur, General und Geheimdienstler in einer Person oder Joachim Gabriel Maaß als größenwahnsinnigen Fletcher. Trefflich besetzt auch die weiteren Rollen wie etwa Anke Sieloff und Gaines Hall. Man sollte sich diese Musical-Produktion, mit der das Gelsenkirchener Musiktheater wieder einmal Maßstäbe im Revier gesetzt hat, nicht entgehen lassen.
Klau Albrecht, Neue Ruhr Zeitung vom 10. Dezember 2007 - Ganze Kritik

Krieg um Käse, Ruhm und Ehre
Das „Musiktheater im Revier" in Gelsenkirchen hat mit den Jahren im Musical-Genre immer mehr gewagt, mit der deutschen Erstaufführung (!) von George Gershwins Musical-Farce „Strike Up the Band" (1927) ist man nun auf dem Zenit angekommen. Die Inszenierung des versierten Matthias Davids ist eine perfekte Mischung aus knallbuntem Ausstattungsreichtum (Bühne: Knut Hetzer), schwerelosen Tanzeinlagen, starken Melodien („The Man I Love") und tollen Darstellern mit Sinn für den hier praktizierten absurden Humor. Regisseur Davids hat eine sichere Hand dafür, im total Verrückten die Gegenwart kenntlich zu machen. Die „höchst patriotische Gesellschaft", die hier in UncleSam-Maske tagt und jeden Abweichler als Kommunisten inhaftiert, ist eine schöne Karikatur auf die „Homeland Security" von heute. Und während auf der Bühne selbst noch an der Kletterwand hinreißend gesteppt wird (Choreografie: Melissa King), während im Parkett das Switzerland Cheese Marketing reichlich Kostproben verteilen lässt, fällt immer wieder ein unverschämter Typ (famos: Daniel Drewes) mit schrägen Manieren auf, der verdächtig an Groucho Marx erinnert: Anarchisten wie ihn könnte Amerika heute wieder gut gebrauchen. 
Arnold Hohmann, Westfälische Rundschau vom 10. Dezember 2007 -
Ganze Kritik 

Auf an die Gewehre für Käse und Ehre
Das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier rekonstruierte nun als erstes deutsches Theater die Originalversion und bestätigte wieder einmal seinen Ruf als deutscher „Musical-Tempel“ unter den subventionierten Bühnen. Regisseur Matthias Davids versteht es wunderbar, die beiden romantischen Liebesgeschichten in den satirischen Kontext einzufügen. (...) Philippe Ducloux brilliert in den von Melissa King rasant choreografierten Steppnummern zwischen Milchkannen und an Bergsteilwänden. Mit Filpina Henoch, die ein wenig an die junge Natalie Wood in „West Side Story“ erinnert, erscheint zudem ein neuer Stern am deutschen Musical-Himmel. Alle aber werden überstrahlt von Daniel Drewes, der mit Nonsens-Wortspielen und Slapstick glänzt. Seine an den Anarcho-Komiker Graucho Marx angelehnte Figur gibt dem Abend jenen Tick, der ihn unvergesslich macht. 
Rolf-R. Hamacher, Kölnische Rundschau, 4. Januar 2008 - Ganze Kritik

Krieg um Käse
Die deutsche Erstaufführung des 80 Jahre alten Gershwin-Musicals begeistert mit zeitloser Musik und verblüffend aktueller Handlung. Die großartigen Hauptdarsteller sprühen vor Spielfreude, Matthias Davids' glanzvolle und pointenreiche Inszenierung bringt den Broadway in den Pott. (...) Ira Gershwins genialer Wortwitz bleibt dank der rundum gelungenen Übersetzung von Roman Hinze durchgängig erhalten. (...) Davids gelingt mit feinem Gespür für Situationskomik eine leicht-lockere, nie ins Alberne abdriftende Umsetzung des absurden Stoffs. (...) Das durchweg großartige Ensemble besteht aus Mitgliedern des Hauses und Gästen, wobei zwischen beiden Gruppen qualitativ überhaupt kein Unterschied auszumachen ist. 
Daniel von Verschuer, musicalzentrale.de, Dezember 2007 - Ganze Kritik

Käsekrieg in den Alpen
Regisseur Matthias Davids zieht alle Register. Ihren erstklassigen Ruf als hochprofessionelles Team für Musicals werden die Gelsenkirchener wieder einmal gerecht – mehr als je zuvor vielleicht. Die Step-Einlagen und Choreografien (Melissa King) sind gut – bis hin zu waagerecht steppenden Gebirgsjägern, die am Seil in Kletterwänden hängen. Das Orchester unter Leitung des Bewährten Musical-Spezialisten Kai Tietje spielt frisch und mit Drive. Und auch in der Besetzung gibt es keinen einzigen Fehlgriff.
Karsten Mark, Westfälischer Anzeiger vom 10. Dezember 2007

An der Matterhorn-Südflanke steppt der Bär
„Strike up the Band“ oder „Der große Käsekrieg“ - Vergessenes Gershwin-Musical erstrahlt neu im Musical-Dreamland MiR
 
Mit einem letzten Geniestreich beendet das Musiktheater im Revier nun wohl die höchst erfolgreiche Serie von Musicalproduktionen, die unter der jetzt leider zu Ende gehenden Ära des großen Intendanten Peter Theiler (demnächst in Nürnberg), dem fleißigen MiR-Team stets eine Herzensangelegenheit war. Mit diesem „Strike Up the Band“ wird in der Tat wieder dermaßen „auf die Pauke gehauen“ (so auch die Übersetzung!), daß selbst dem abgebrühtesten und vielgereisten Stella-Fan Hören und Sehen verging. In den Staaten wäre diese Produktion sicherster Garant für einen Tony Award. Regisseur Matthias Davids hat sein Dreamteam gefunden. Es ist eine Produktion geworden, die bis ins kleinste Detail meisterhaft und überzeugend gestaltet wurde; sei es die auf Feinste ausziselierte Choreographie von Melissa King, die broadway-reife Tanz- und Gesangesleistung bietet, oder das prachtvolle sich ständig in Bewegung befindliche verblüffende Bühnenbild von Knut Hetzer, bzw. die großartig und so originell wie humorvoll gestalteten Kostüme von Judith Peters. Da sich Kai Tietje wieder als wahrer „Magier im Bühnengraben“ entpuppt und seine aus der „Neuen Philharmonie Westfalen“ speziell ausgewählte 25-Mann-Truppe aufspielen läßt, als wäre Jimmy Dorsey ins Leben zurückgekehrt, realisiert sich dieser Abende als eines jener seltenen wahren Events, auf die man sich, nicht nur als Kritiker, sondern auch als Musikfreak eigentlich das ganze Jahr über erwartungsvoll freut, und die dann doch so selten eintreten. Grundlage des Erfolgs der gestrigen – man höre und staune ! – „Deutschen Erstaufführung“, war die brillante neue Textbearbeitung von Roman Hinze. Es ist kaum zu glauben, wie aktuell, kritisch und satirisch ätzend sich noch heute dieses über 80 Jahre alte Stück präsentiert. (...) Mit dieser Produktion profiliert sich das MiR in den obersten Rängen internationaler Musicalbühnen; zur Zeit vielleicht Deutschlands bestes und überzeugendstes Haus in diesem Genre. Musicalfreunde, vergesst Hamburg, München und Wien, bitte sofort einbuchen und aufmachen nach Gelsenkirchen!
Peter Bilsing, Der Opernfreund vom 10. Dezember 2007 - Ganze Kritik

Amerika zieht in den Käsekrieg
Kaum zu glauben, dass es so etwas noch gibt - die Deutsche Erstaufführung eines Musicals von George Gershwin

Aber Gelsenkirchens Intendant Peter Theiler ist es in der Tat gelungen, die Erstaufführungsrechte der Urfassung von "Strike up the band" erwerben. Die verrückten Politsatire hatte George 1927, zusammen mit seinem Bruder Ira als Librettisten, für den Broadway geschrieben. Gershwins frühe Musicals neu zu entdecken - das ist für das Musiktheater im Revier zu einem Markenzeichen geworden. Um einer solchen Produktion die überregionale Ausstrahlung zu sichern, holt es die besten und erfahrensten Musicalspezialisten: den Regisseur Mattias Davids, die Choreographin Melissa King, das Bühnen- und Kostüm-Duo Knut Hetzer/Judith Peter, dem US-Entertainer Gaines Hall, die emperamentvolle Allroundstars Philippe Ducloux und Filipina Henoch (er war Weltmeister im Formationstanz, sie deutsche Vizemeisterin im Stepptanz), schließlich den als Komiker umwerfenden Daniel Drewes, der aus Bottrop stammt. Sie alle fügen sich glänzend in das Team des Hauses ein, das mit den Eigenheiten des amerikanischen Musicalstils ja seit Jahren vertraut ist und selbst Stars für dieses Genre zu bieten hat: das Allroundtalent Anke Sieloff, das von Mozart bis Debussy, von Jazz bis Rock alle Stile beherrscht und mit Gershwins Top-Hit "The man I love" Beifallsstürme erntet. Sodann Eva Tamulenas und Bassist Joachim Gabriel Maaß, die eine ähnliche Doppelkarriere zwischen U- und E-Musik vorzuweisen haben.Und die Tänzer des Schindowski-Balletts, die sich zu großen choreographischen Szenen zusammenfinden können. Schließlich aber und kaum ersetzbar Dirigent Kai Tietje. Er hat Gershwins Musik nicht nur durch Neu-Arrangements in einen zeitnahen Sound versetzt, sondern vermag ihn auch der neuen Philharmonie Westfalen, dem großen Ensemble auf der Bühne und dem Publikum hinreißend zu vermitteln.
Heinz-Albert Heindrichs, Ruhrnachrichten vom 10. Dezember 2007 - Ganze Kritik

Viel Beifall des Publikums nach drei Stunden
Die Bühne bebt, das Ballett lebt, Songs würzen das Produkt, das Haus zieht sämtliche Register - und das Publikum reagiert begeistert auf die Wiederentdeckung eines vergessenen Gershwin-Stückes: "Strike up the Band". (...) Marschklänge und brillanter Step-Tanz (Choreographie Melissa King) , ein sich ständig veränderndes Bild mit vielen Pointen (Knut Hetzer), folkloristische Kostüme (Judith Peter), rasante Choreinlagen (Christian Jeub), ein auf Trab gehaltenes Ensemble mit typischen US-Facetten (...) Mit viel Eigenblut setzen sich die MiR-Kräfte für diesen "Streich" ein: Joachim G. Maaß (Fletcher), Gaines Hall (Townsend), Anke Sieloff (Joan), Filipina Henoch (als Anne eine Entdeckung!), Philippe Ducloux (Timothy), Daniel Drewes als Spionage-Parodie (Spelvin), Eva Tamulenas (Mrs. Draper) u.a. - Nachher gab's viel Schweizer Käse! 
HJL, Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 10. Dezember 2007 - Ganze Kritik 

In diesem Krieg geht's um Käse
Jetzt erlebte das Musical seine späte, kräftig bejubelte deutsche Erstaufführung im Gelsenkirchener Musiktheater. Regisseur Matthias Davids und sein pfiffiges Regieteam zeigen bissige Ironie, ohne irgend platt zu werden. Herrlich, wenn zu Beginn in Fletchers Käsefabrik die Mitarbeiter auf ihre Arbeit und die eigene Ausbeutung eingeschworen werden. Das kennen wir alle aus Berichten über eine Kaufhauskette. Auch die patriotischen amerikanischen Bürgervereine mit Uncle-Sam-Hut bekommen ihren Seitenhieb ab. Und was würde ein amerikanischer Präsident von Soldaten halten, die von schweizerischer Gemütlichkeit inklusive Alphornblasen angesteckt sind und lieber Käsefondue essen, an der Toblerone knabbern statt zu kämpfen? Auch hier wirkt der gnadenlose Einsatz von Klischees, wie der Tanz in Dirndl mit Kuhglocken, nie dumpf folkloristisch sondern augenzwinkernd komisch. Tausende kleiner Regieeinfälle und auch der behutsam aktualisierte Text machen das Zuhören und Zusehen zum puren Vergnügen und reizen das Zwerchfell, ohne dass der kritische Hintergedanke des Ganzen verloren ginge.
Christian Schulte im Walde, Westfälische Nachrichten vom 11. Dezember 2007 - Ganze Kritik 

US-Käsekönig erklärt der Schweiz den Krieg
Sagen Sie "cheese!" statt Öl, nehmen Sie den amerikanischen Käsekönig Horace J. Fletcher anstelle von US-Präsident George W. Bush und Sie haben eine verrückte, bitter wahre Persiflage auf unsere heutige Welt mit sinnlosen Kriegen aus gierigem Wirtschafts-Profitdenken. Gelsenkirchens "Musiktheater im Revier" landet schon allein mit der Wahl dieses kaum gespielten Frühwerks der Brüder George und Ira Gershwin auf das Libretto von Marx-Brothers-Texter George S. Kaufman einen Trumpf. Keine Wünsche offen lässt auch die flotte Inszenierung von Matthias Davids mit dem bestens aufgelegten Solistenensemble, dem spielfreudigen Chor, dem Ballett Schindowski und der "Neuen Philharmonie Westfalen", die Musicalexperte Kai Tietje im Graben fetzig und temperamentvoll dirigiert. Aber den Vogel schießen Ausstatter Knut Hetzer (Bühne) und Judith Peter (Kostüme) ab. Die Begeisterung des Premierenpublikums dieser Deutschen Erstaufführung war groß. (...) Ein Stadttheater-Musicalabend der Extraklasse.
Marieluise Jeitschko, 10. Dezember 2007

Zu Gast in der Schweiz: Die USA auf einem ihrer beliebten Auslandseinsätze
Der Kunstgriff von Regisseur Matthias Davids besteht darin, sich jede tagespolitische Anspielung zu verkneifen. Denn je mehr er Begriffe wie „Bush“ oder „Irak“ vermeidet und stattdessen scheinbar naiv und harmlos Fahnen der dauerneutralen Alpenrepublik schwenken lässt, desto unübersehbarer stehen die Parallelen zur derzeitigen Situation unausgesprochen im Raum. (...)  Wenn man die Privatarmee des Käseriesen Fletcher in Tarnanzügen die Maschinengewehre herumwirbeln sieht, balanciert die Inszenierung auf dem schmalen Grat zwischen pubertärer Albernheit und pietätloser Geschmacklosigkeit – aber sie steht diesen Balanceakt durch, und manchem Lacher ist das schlechte Gewissen darüber, dass die düstere Realität gar nicht so weit weg und überhaupt nicht zum Lachen ist, beigegeben. Und indem Davids das Klischeehafte des Stoffes noch genussvoll unterstreicht, parodiert er nebenbei auch noch den vordergründigen Antiamerikanismus, der hierzulande schnell das pazifistisch grundierte Gewissen beruhigt.
Stefan Schmöe, www.omm.de (Online Musik Magazin) - Ganze Kritik

MIR: Wie man aus Käse reine Sahne macht - Standing Ovations für Gershwins "Strike Up The Band"
Beifall auf offener Szene. Für Matthias Davids die Bestätigung seiner Intention, seine Politsatire für jeden verständlich und publikumswirksam als Musical auf die Bühne zu bringen. (...) Die Tanzszenen, nicht nur die der Solisten, kommen prima rüber, besonders die Steppszenen, unterstützt von Tänzerinnen und Tänzern aus dem Ballett Schindowski, begeistern. Das Bühnenbild Knut Hetzers lässt ihnen genug Raum. Im 1. Bild gelingt es Hetzer, die Verarbeitungsmaschinerie der Käsefabrik (in grellem Gelb!) beklemmend echt zu vermitteln, im 2. Bild spielt er mit der folkloristischen Vorstellung der Schweiz aus der Sicht der Amerikaner. Fazit dieses Musicalabends? Für das Publikum hochgradig performte Unterhaltung! Das Gelsenkirchener Publikum feierte frenetisch seine Lieblinge.
HJL, Familienpost online - Ganze Kritik 

"Auf Schalke" fliegen die Löcher aus dem Emmentaler
Eine brillante, vor Wortwitz und Melodienreichtum nur so sprühende Mischung aus Comedy und harscher Politsatire... Die „Schalker“ zeigen dieses Meisterwerk aber in seiner ursprünglichen, „unzensierten“ Version – und das in deutscher Erstaufführung. Regisseur Matthias Davids legt damit eine rundherum gelungene, pointen- und temporeichen Inszenierung hin, die dem „MiR“ zu Recht volle Säle beschert. (...)
Gegen diese Inszenierung, die im Dezember vergangenen Jahres am Kennedy-Platz Premiere feierte und zunächst noch bis 20. Mai an ausgesuchten Terminen zu erleben ist, sieht so manch aktuelles Hochpreis- und Premium-Long-Run ziemlich alt aus.
Jürgen Heimann, wwww.musical-lounge.de - Ganze Kritik

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