STRIKE UP THE BAND
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Man stelle sich vor: Ein amerikanischer Großindustrieller, nennen wir ihn Horace J. Fletcher, produziert mit der „Fletcher American Cheese Company“ Käse und strebt die Marktherrschaft an. In Amerika besitzt er diese schon. Aber da gibt es auf dem Erdenrund tatsächlich noch ein kleines europäisches Gebirgsland, in welchem man sich nicht nur vornehmlich jodelnd und alphornblasend verständigt, sondern auch hervorragenden Käse produziert. Und dieser bedroht den amerikanischen Markt. Was würde jemand wie Fletcher da machen? Einen Krieg entfachen. Einen Krieg, einfach so? Nun, die amerikanische Regierung ist schnell von seiner Notwendigkeit überzeugt, zumal Fletcher bereit ist, diesen privat zu finanzieren...

In der Musical-Satire „Strike Up the Band“ von den unvergesslichen Gershwin-Brüdern George und Ira und dem Buchautor George S. Kaufman (der u.a. auch für die Marx Brothers schrieb) wird mit Geistesblitzen scharf geschossen und viel Witz versprüht, so dass die Lachsalven in der temporeichen Bühnenshow garantiert sind. Die hochexplosive Mischung aus dem wahnwitzigen Humor der Marx Brothers, heftigen Seitenhieben auf den so genannten „militärisch industriellen Komplex“ und auf die politischen Eliten sollte das Musical anfangs in der amerikanischen Provinz auf Unverständnis stoßen lassen, bis es sich 1930 auf dem Broadway zu einem der großen Erfolge des Genres entwickelte. 

Nach dem Sensationserfolg „Crazy For You“ ist mit „Strike Up the Band“ wieder eines der frühen Gershwin-Musicals am MiR zu erleben, aus dem unvergessliche Songs wie „The Man I Love“, „Yankee Doodle“, „Soon“ und der Titelhit „Strike Up the Band“ stammen.

Text: MIR Gelsenkirchen

Programmheft "Musicalführer online" (MIR Gelsenkirchen)

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