SOUTH PACIFIC
Staatstheater Kassel
Premiere 24. Oktober 2009

Alles andere als eine musikalische Sparvariante bekam man bei der Kasseler Premiere des Musicals "South Pacific" serviert. Ein satter, süffiger, auch mal herzhaft bombastischer Sound fegte durchs Opernhaus. (...) Riesenerfolg mit minutenlangen Ovationen des Publikums (...) Altmodisch im besten Sinn, ohne aktualisierende Gags, ist die Kasseler Version von Matthias Davids (Inszenierung), Mathias Fischer-Dieskau (Bühne), Simon Eichenberger (Choreografie) und Judith Peters (Kostüme). (...) Hohe Professionalität auch bei den Darstellern: Kristin Hölck, eine starke Sängerin bei Balladen wie beim Schmissigen, spielt die Krankenschwester Nellie Forbush mit quirligem Temperament. André Bauer lässt als kultivierter Franzose Emile de Becque eine sonore wie leicht geführte Baritonstimme hören. - Ganze Kritik - HNA

Die intelligente und ideenreiche Geschichte zweier Liebespaare im Polynesien des ausgehenden Zweiten Weltkriegs ist bei [Regisseur Matthias Davids] in besten Händen. Mit blitzschnellen Übergängen und Anschlüssen vermeidet er Längen, ohne die Handlung hektisch voranzutreiben. Seine Personenführung ist dabei hervorragend - niemals steht einer seiner Darsteller untätig herum oder verliert sich in musicaltypischen Posen an der Bühnenkante. Die 100 Minuten des ersten Akts vergehen fast wie im Flug (...) Dazu bildet der kürzere, ernstere und dramatischere zweite Akt mit seinem für Musicals untypischen Abschluss ohne Happy End einen starken Kontrast. Das Thema des in der westlichen Gesellschaft tief verwurzelten Rassismus bekommt zum Ende hin genügend Raum, und trübt den unterhaltenden Grundcharakter des Musicals - so viel mutet Davids seinem Publikum zu Recht zu. - Ganze Kritik - musicalzentrale.de

Bloody Mary (komödiantisch und echt komisch: Lona Culmer-Schellbach), eine Verwandte von Brechts Mutter Courage (...) Regisseur Matthias Davids weiß, wie er die Geschwindigkeit der Handlung zu steuern hat. Er ordnet und bewegt die Chor- und Statistenscharen mit sicherem Blick für angemessene Wirkung. Mathias Fischer-Dieskau ist für die wandelbare Südsee-Postkarten-Bühne zuständig, aus der mit wenigen Handgriffen ein US-Militär-Befehlsstand oder die weiße Terrasse der luxuriösen Pflanzervilla werden kann. All die gefühlsschwangeren Songs und Tanznummern des Musicals – sogar mit Ansätzen einer Leitmotivtechnik – sind bei Dirigent Kai Tietje in guten Händen. - Ganze Kritik - Göttinger Tageblatt

An enchanted evening - ein bezaubernder Abend. - Matthias Davids hat „South Pacific“ am Staatstheater Kassel in Szene gesetzt, und seine Arbeit hat Hand und Fuß und berührt das Herz des Zuschauers. (...) Mit ausreichend lockerem Witz und stringenter Zeichnung der Charaktere sorgt seine  Regie für einen unterhaltsamen Abend mit Anspruch. [Simon Eichenberger] bringt herrlich quirlige Ensemblenummern auf die Bühne. Das Bühnendesign von Mathias Fischer-Dieskau passt mit seinen verschiebbaren Elementen und stimmungsvollem Licht perfekt zu „South Pacific“ und lässt das Musical nahezu wie einen Film nahtlos vor den Augen des Zuschauers ablaufen. (...) Das Premierenpublikum spendierte für alle Mitwirkenden stehende Ovationen, als das Kreativteam die Bühne betrat. - Ganze Kritik - Musicals Unlimited 

Sicher, der begeisterte Applaus des Premierenpublikums ist schon ein verlässlicher Gradmesser. Aber noch mehr über den Erfolg einer Aufführung sagt es aus, wenn einem die Lieder das ganze Wochenende über nicht mehr aus dem Kopf gehen. Verantwortlich: Kai Tietje mit seinem Orchester. (...) Erfolgsgaranten der Kasseler Inszenierung, erst der zweiten in Deutschland überhaupt, sind die Musical-Profis Kristin Hölck (Nellie), André Bauer (Emile) und die Sopranistin Lona Culmer-Schellbach (Bloody Mary). Zusammen mit dem vielköpfigen Ensemble, das aus tanzenden Popeye-Matrosen, steifen Kommandeuren und weiblichen Fähnrichen in Bikini-Prototypen (Kostüme: Judith Peters) besteht, verwandeln sie die der schnellen Szenenfolge gut angepasste Bühne (Mathias Fischer-Dieskau) in ein Atoll famoser Abendunterhaltung. - Ganze Kritik - Waldeckische Landeszeitung 

Dem hervorragenden Ensemble, das Theater und Regie absolut typengerecht besetzt haben, war die Spielfreude mit diesem Stück Musicalgeschichte, das so gar nichts Verstaubtes hat, anzusehen. Daran waren neben der spürbar guten Personenregie auch Simon Eichenbergers lebendige und einfallsreiche Choreografien beteiligt. (...) Dem Staatstheater Kassel gelang mittels eines erfahrenen Regisseurs, der das Crossover des Musiktheaters beherrscht und die gekonnte Kombination von Gästen und Leuten aus dem eigenen Ensemble, South Pacific mit all seinen Facetten von Tragik, Komik und Hollywoodflair, mit aktueller Botschaft und zeitlosem Esprit auf die Bühne zu bringen.- Ganze Kritik - musicalclub24.de 

Mit Bastrock und Schrumpfkopf gegen Herbstdepressionen (...) Unter der musikalischen Leitung von Kai Tietje erwacht das Südseedrama zu einem symphonischen Leckerbissen, der in seiner epischen Breite an monumentale Filmmusik erinnert. (...) Die Opernsängerin Lona Culmer-Schellbach gibt in der Rolle der Bloody Mary ihr Musicaldebüt und überzeugt restlos (...) [Kristin] Hölck präsentiert sich in der Rolle der jungen und naiven Nellie Forbush mit einer explosiven Energie und jugendlichem Elan, der den Funken einfach überspringen lassen muss. (...) Mit “South Pacific” präsentiert sich in Kassel eine rundum gelungene Musicalproduktion, die es lohnt, entdeckt zu werden!  - Ganze Kritik - musical-world.de

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