MISS SAIGON
Theater Klagenfurt

Premiere 3. Februar 2011

Der amerikanische GI Chris verliebt sich während seiner Stationierung in Saigon in die Nachtclubtänzerin Kim. Ihre Liebesbeziehung wird jäh unterbrochen, als der Vietcong die Stadt erobert und alle amerikanischen Soldaten abgezogen werden. Zurück bleibt Kim, die einige Zeit später ihren Sohn Tam zur Welt bringt. In seiner Heimat versucht Chris, das Trauma des Krieges sowie den Verlust seiner „Miss Saigon“ zu verarbeiten, indem er eine andere Frau heiratet. Als er jedoch erfährt, dass Kim ihm einen Sohn geboren hat, macht er sich mit seiner Frau Ellen auf die Suche nach Mutter und Kind. Als Kim erkennt, dass es für sie keine gemeinsame Zukunft mit ihrem ehemaligen Geliebten in Amerika geben kann, begeht sie Selbstmord. Zumindest für Tam soll sich so ihr amerikanischer Traum verwirklichen.

Mit Miss Saigon gelang dem französischen Autoren- und Komponistenduo Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg nach Les Misérables ein zweiter Welthit. Überall waren die Zuschauer und Kritiker begeistert, nicht nur wegen der aufwändigen Bühneneffekte, sondern auch wegen des zeitkritischen Aspekts, der spannenden Handlung und den psychologisch genau ausgearbeiteten Charakteren.

Schönbergs Musik changiert zwischen romantischen Pop-Songs und großen, dramatischen Ensembleszenen. Darüber hinaus verleihen ungewöhnliche Instrumente, wie chinesische Gongs, Temple Blocks oder Glocken, der durchkomponierten Partitur das besondere exotische Kolorit.

Musikalisch innovativ, psychologisch detailgenau, theaterwirksam und zeitnah sind die passenden Attribute, die Miss Saigon zu einem der Meisterwerke des Genres Musical machen.

Text: Theater Klagenfurt

 

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