DER MANN VON LA MANCHA
Theater St. Gallen 

Premiere 19. Dezember 2009

«Der Held unsrer Geschichte wohnte vor nicht gar langer Zeit in einem Dorfe der Mancha ... er gehörte zu jenen, die einen Spiess und eine alte Tratsche im Waffenschrank haben, einen dürren Klepper im Stall und ein Windspiel zur Jagd. ... er hatte eine gute Konstitution, ... war ein Frühaufsteher und ein Liebhaber der Jagd. ... Nun muss man aber wissen, dass sich besagter Junker, ... den grössten Teil des Jahres hindurch, damit beschäftigte, Ritterbücher zu lesen ...» (Miguel de Cervantes Saavedra, Don Quixote)

Miguel de Cervantes schuf im 17. Jahrhundert den Roman über Don Quixote, einen Landadeligen, der Ritterromane verschlingt und eines Tages glaubt, er sei selbst ein fahrender Ritter. So sattelt er sein alt gedientes Pferd, nennt es fortan Rosinante und erklärt ein Bauernmädchen zur Königin seines Herzens mit dem wohlklingenden Namen Dulcinea. Die reale Welt wird für ihn zu einer Welt voller Abenteuer, in denen es fremden Rittern zu trotzen, edle Burgfräulein zu retten und vielerlei Gefahren zu bestehen gilt. Mit seinem kurzerhand rekrutierten Knappen Sancho Pansa zieht er durch die Lande und widmet all sein Tun seiner angebeteten Dulcinea. Sein Kampf gegen die Windmühlen ist bis heute sprichwörtlich. Der Ritter von der traurigen Gestalt ist ein Idealist, der sich in seinen Fantasien verliert. In dem Musical verschmilzt die Gestalt des Autors mit seinem Protagonisten. Der in Sevilla eingekerkerte Cervantes spielt mit seinen Mitgefangenen seinen Ritterroman nach. Die Mörder und Diebe wollen zuerst das Manuskript vernichten, sind aber dann fasziniert von den Figuren und schlüpfen in die ihnen zugeteilten Rollen. Cervantes selbst spielt Don Quixote und sein Diener Sancho eben seinen Knappen. Der Mann von La Mancha ist ein Musical, das auch leisen Tönen Raum gibt und sich an die Emotionalität sowie Komik der Romanvorlage anlehnt.

Text: Theater St. Gallen

Diese Seite ist 
Teil eines Framesets

Hauptseite
 Termine
Team
 Presse
 Fotos
 Stückinfo

Fotos:
Toni Suter