Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Oper von Kurt Weill (Musik) und Bertolt Brecht (Buch und Liedtexte)
Nationaltheater Mannheim 1997/98 (Premiere: 3. Okt. 1997)

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Regie und Staging: Matthias Davids
Bühne: Knut Hetzer

Kostüme: Alexandra Bentele
Musik. Ltg.: Stefan Blunier

Chor: Georg Metz
Dramaturgie:
Michael Klügl

Besetzung:

Leokadja Begbick:
Hannelore Bode
Carolina Bengtsdotter-Ljung

Fatty, der "Prokurist":
Oskar Pürgstaller
Thomas Lehrberger

Dreieinigkeitsmoses:
Erich Syri
James Moellenhoff

Jenny:
Nicola Beller
Alexia Voulgaridou

Jim Mahoney:
Robert D. Smith
Robert Schwarts

Jakob Schmidt:
Ralf Willershäuser
Gerhard Kiepert

Bill, genannt Sparbüchsenbill:
Peter Parsch
Mikel Dean

Joe, genannt Alaskawolfjoe:
Pawel Czekala

Tobby Higgins:
Kenneth Ross
Wolfgang Geissler

Pressestimmen
Exakt, pointiert, geschärft die musikalische Wiedergabe unter Stefan Blunier. Charakteristische Farben wurden gezielt herauspräpariert, mehrstimmige Strukturen klar exponiert, satirische Akzent bewußt hervorgehoben. . . . Robert D. Smith gab dem Jim Mahoney ungeahnten tenoralen Glanz. An seiner Seite war Nicola Beller eine erstklassig singende, mit Elan agierende Jenny.

Die Rheinpfalz

In der Umbesetzung interpretierten zwei herrliche Mezzosoprane die Weill-Songs höchst kulinarisch als Weill-Arien: Carolina Bengtsdotter-Ljung verwandelt die hartgesottene Begbick in eine ansehnliche Geschäftemacherin, die alle Chancen hätte, zur Jungunternehmerin des Jahres gewählt zu werden. . . . Als melancholische Jenny besang Alexia Voulgaridou den Mond von Alabama mit berückendem Timbre und vollem Opernglanz in der Stimme.

Mannheimer Morgen

Die Bühne macht vor allem im zweiten Teil etwas her: Plötzlich spielt die Bordellszene auf der überdimensionierten Fläche eines Flipperautomaten! Was für ein herrlicher Einfall! . . . Die genannten Protagonisten, allen voran Erich Syri und Nicola Beller, singen fabelhaft, und auch der Chor wurde von Georg Metz gut einstudiert.

Rhein-Neckar-Zeitung

Danach bekommt die Inszenierung Biß. Die gekippte stilisierte Frontseite eines Spielautomaten wird zur blinkenden Bühnenplattform, auf und vor der die verschiedenen Formen des Amüsements bis hin zur Gerichtsszene in fesselnden Arrangements gezeigt werden. Gerade durch ihre Irrealität anrührend wirkt die Abschiedsszene zwischen Jenny und dem verurteilten Jimmy. Der Orchestergraben trennt sie, und das zarte Adieu ist geträumte Illusion.

Frankfurter Rundschau

Erich Syri, Hannelore, Bode, Oskar Pürgstaller
Peter Parsch, Robert D. Smith, Pawel Czekala, Ralf Willershäuser
Oskar Pürgstaller, Pawel Czekala, Erich Syri
Ralf Willerhäuser
Robert D. Smith (vorne), Erich Syri, Nicola Beller, Hannelore Bode, Oskar Pürgstaller
Nicola Beller, Robert D. Smith

Alexia Voulgaridou
Foto: Sabine Brunck