INTO THE WOODS
Staatstheater Kassel
Premiere 30
. Oktober 2010

Ein Musical der Extra-Klasse. Mit viel Witz und Tiefgang. Regisseur Matthias Davids („South Pacific“) entwickelt aus diesem verschachtelten Plot im Kasseler Opernhaus ein philosophisch-psychologisch grundiertes Märchen mit viel Witz und Dynamik, Parodie und Genre-Zitaten. Der fein ziselierten Choreografie von Simon Eichenberger gelingen dazu wunderbare Bildtableaus, so wenn im Wald der düsteren Möglichkeiten (Bühne: Mathias Fischer-Dieskau) die bunte Gesellschaft (Kostüme: Judith Peter) ausgelassen zur Musik tanzt. (...) Matthias Davids ermöglicht eine neue Sicht auf alte Figuren und macht das Musical faszinierend vielschichtig. Es erzählt vom dunklen Wald des Unbewussten, von Kindheitsängsten und der Schwierigkeit, das Leben zu meistern. [Ganze Kritik] - HNA 

Rauschender Erfolg. Das ist als Stückidee sehr reizvoll und erzeugt nach dem wuselig-wirbelnden ersten Teil einen nachdenklich stimmenden Kontrapunkt, den Regisseur Matthias Davids unaufdringlich und psychologisch stimmig auf die Bühne gebracht hat. Überhaupt beweist Davids ein gutes Gespür für das passende Spieltempo. Das ist meist – wie die Musik – höllisch schnell. - Die hohen Anforderungen der raffiniert-komplexen Partitur erfüllen die Mitwirkenden unter der präzisen und vorausschauenden Leitung von Alexander Hannemann mit erstaunlicher Perfektion. [Ganze Kritik] - Göttinger Tageblatt

Wenn Wünsche wahr werden. „Into The Woods – Ab in den Wald“ heißt die euphorisch gefeierte Produktion. Gleich mehrere Märchenfiguren und den Kerngehalt ihrer Abenteuer schickt das Stück auf den Musical-Laufsteg und verschmelzt sie miteinander. Ihre Schicksale sind auf das Zwerchfell freudigste miteinander verknüpft und machen aus der Kasseler Produktion ein richtig peppiges, köstlich witziges und wärmend ausgeleuchtetes Bühnenerlebnis. (...) Die Lupe auf die Inszenierung gerichtet und auf den Nenner gebracht: Märchenkultur, wie man sie erlebnisreicher, bunter, wärmer und witziger kaum auf die Bühne bringen kann. Die Zähler: Eine bestens aufgelegte Darstellerriege, die in ihren Rollen aufblühte und vor Witz und Esprit sprühte. Das Bühnenbild: Applaus! So originell, wie märchenhaft und von tiefer suggestiver Ausstrahlung. Überdimensionale Streichholzschachteln als Behausungen, meterhohe Zündhölzer als bewegliche, rotierende Baumelemente, die sich zu einem geheimnisvollen Märchenwald vereinen. [Ganze Kritik] - Kulturmagazin

Unvergesslicher Abend im Staatstheater Kassel. Mitreißende Melodien, ein erfrischend respektloser Mix von alten Märchen mit einem Schuss moderner Psychologie, das ist das Rezept für einen unvergesslichen Abend im Staatstheater, an dessen Ende der Wunsch nach der nächsten Vorstellung von „Ab in den Wald“ in der Inszenierung von Matthias Davids steht. Dabei scheinen schon beim ersten Takt des Märchenmusicals von Stephen Sondheim die Zeiten längst vorbei zu sein, in denen das Wünschen noch geholfen hat. Das gilt auch für die Märchenhelden in ihren Zündholzhäuschen (Bühnenbild: Matthias Fischer-Dieskau), die so unwiderstehlich von ihren unerfüllbaren Wünschen singen (...) Heidenspaß mit vielen humorvollen Hintertüren. [Ganze Kritik] - Waldeckische Landeszeitung

Glücklich bis ans Ende in Kassel. Gerade „Into the Woods“ kann sehr verwirrend sein und es ist der schlüssigen Inszenierung von Matthias Davids zu danken, dass man doch immer gut folgen kann, auch wenn gerade viele Dinge gleichzeitig geschehen. Die Personen wissen immer wo’s lang geht und viele passende Details erzeugen immer wieder Situationskomik. Die Darsteller, die bis in jede Rolle treffend besetzt sind, zeigen durchgängig eine unglaubliche Energie, die sie vor allem bei den kreativen Choreographien von Simon Eichenberger ausleben. (...) Wunschlos ist der Mensch ja nie, das zeigt die verstrickte Handlung von „Into the Woods“ selbst am aller besten und auch Sondheim und Lapine gönnen das ihren Charakteren dann doch nicht. Am Ende bleibt ein kleines, offenes „Ich möcht’…“ von Aschenputtel. Und dem Applaus nach zu urteilen „möcht’“ auch der Zuschauer mehr davon. [Ganze Kritik] - musical-total.de

Eine märchenhafte Reise ins eigene Ich. Mit seiner „Into The Woods - Ab in den Wald“-Regie ist Matthias Davids wieder einmal eine bis ins kleinste Detail durchdachte, sehr ansprechende Inszenierung gelungen, die Unterhaltung und Tiefgang bestens vereint und die Intention dieses Stücks treffend vermitteln dürfte. Da amüsiert sich der Zuschauer vor allem im bissig-humorigen ersten Akt königlich ohne zu merken, wie ihm der Spiegel vorgehalten wird, denn jeder wird sich in den Archetypen dieses Musicals irgendwo wiedererkennen. Da kommt dann im zweiten Akt die Erkenntnis, dass die Dinge sich im Leben ständig ändern, und Glück nie von Dauer ist. Zuletzt wird dem Zuschauer die Hoffnung, dass sich jemals etwas an der Unersättlichkeit der Menschen, ihrem Streben nach immer mehr etwas ändern wird, mit nur zwei Worten genommen: „Ich will...“. (...) Kongenial ist auch wieder einmal Mathias Fischer-Dieskaus Bühnenausstattung. (...) Eine bessere Umsetzung des Stoffs kann man sich kaum vorstellen; da ist dem Staatstheater Kassel wieder ein großer Wurf gelungen. [Ganze Kritik] - Musical Unlimited

 

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