LA BOHÈME

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Besetzung

Oberösterreichische Nachrichten:

Davids überzeugte durch gute Personenführung und stimmige Charakter- und Seelenbilder und sorgte in den turbulenten Szenen, vor allem also im zweiten Bild, für Bewegung und rasante Tableaux.

Arantxa Armentia ist eine liebenswürdige, Mitleid weckende und doch in ihrer Art emanzipierte Mimi mit biegsamem, höhensicherem Sopran. Barbara Payha gab die Musetta exaltiert, in ihrer fraulichen Wandlung überzeugend und stimmlich ebenfalls auf höchstem Niveau. Der Rodolfo von Enrique Ambrosio wartete mit seinem tenoralen Material verschwenderisch auf, manche Spitzentöne klangen betörend schön. Adrian Eröd als Marcello: einfach herrlich, wie Phrasierung, Stimme und Spiel eine wunderbare Symbiose eingehen.

Der lange und begeisterte Schlussbeifall bekundete starke Publikumsakzeptanz, die sich in den Reprisen fortsetzen sollte.

Neue Kronen Zeitung:

Berührende "La Bohème"-Premiere am Linzer Landestheater.

Die Inszenierung von Matthias Davids, aber auch die Kostüme und das Bühnenbild von Dorit Lievenbrück führten in ihrer Schlichtheit direkt in die düsteren Pariser Hinterhöfe und versprühten entsprechenden Charme im bunten Treiben des Quartier Latin.

Unter der musikalischen Leitung von Tibor Pazmany wurde jene zarte Poesie des Welkens und süßen Vergehens, die Puccinis Tonkunst eigen ist, voll ausgekostet. Ein berührendes Szenenwerk!

Salzburger Nachrichten:

In Linz prägten glaubhafte Darsteller die Aufführung von Puccinis Oper "La Bohème".

Im wirbeligen Massenauftrieb des zweiten Bildes verweisen einige Kostüme und Accessoires auf die dreißiger Jahre als Zeitfixierung. Überzeugend wirkten hier der unverkrampfte Aufmarsch der Kinder mit Parpignol sowie der Einsatz der Drehbühne.

Die letzte Szene mit den fünf ratlos leidenden Menschen rund um die sterbende Mimi gefror zum Bild der erstarrten Erschütterung. Hierin, in der Personenführung, lag die Stärke der Regie: dass die Sängerdarsteller so locker wie möglich spielten, rollengerecht typische Operngesten minimierend.

Linzer Rundschau:

So wie das Leben der jungen Schöngeister, der Bohèmiens, ist auch die Aufführung von Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" im Landestheater Linz: Rührend, aufwühlend, schön, aber auch tragisch.

Rührend die Darstellung der an Schwindsucht leidenden Mimi. Die Besetzung der kleinen, Beschützerinstinkte weckenden, aber unheimlich stimmgewaltigen Arantxa Armentia könnte passender nicht sein.  

Wunderschön und szenenweise sehr ergreifend ist "La Bohème" unter der Regie von Matthias Davids.

Vom Premierenpublikum - mich eingeschlossen - gab´s für diese Aufführung stehende Ovationen.