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Pressereaktionen
Wiener
Zeitung zur Wiederaufnahme 14.01.08, Gerhard Kramer:
Die Wiederaufnahme aus der Saison 2002/03 hat es
bestätigt: "Anatevka" ist zweifellos die beste Produktion, die
aus der umstrittenen Direktionsära von Dominique Mentha an der Wiener
Volksoper überlebt hat. Da passt einfach alles, kommen Werk und
Wiedergabe zu vollkommener Deckung. (...) In der klugen Regie von Matthias
Davids und dem bedrohlichen, atmosphärisch dichten Bühnenbild von
Mathias Fischer-Dieskau begeistern nicht zuletzt die brillanten, von
Melissa King choreographierten Tanzeinlagen, die nahtlos aus den
Massenszenen des gut studierten Chors herauswachsen. (...) Eine
Aufführung, die man nicht versäumen sollte.
Wiener
Zeitung 14.04.03, Manfred A. Schmid:
[Matthias Davids] hat sich auf ein Mindestmaß an
jiddischem Kolorit beschränkt und ist so der Gefahr ausgewichen,
allzu viel Kitsch und Sentimentalität auf die Bühne zu bringen.
[...] Wenig Licht, das meiste ist in Dunkelheit gehüllt. Umso mehr
leuchten die Gefühle und die zwischenmenschlichen Schwingungen. In
einem fein aufeinander abgestimmten Ensemble ist Adi Hirschal als
Tevje eine sympathische Zentralfigur.
Oberösterreichische
Nachrichten 14.04.03, Walter Beyer:
Der Volksoper gelingt eine perfekte, man könnte
fast sagen, Modellproduktion. Zu ihr trägt das schnell variierbare
Einheitsbühnenbild Mathias Fischer-Dieskaus ebenso bei wie die
Kostüme Judith Peters oder die dezente Choreographie Melissa Kings.
Matthias Davids´ Regie bleibt zurückhaltend, auf exakte
Personencharakterisierung bedacht. Auch musikalisch lässt der von
Peter Keuschnig betreute Abend keine Wünsche offen
Neues
Volksblatt 14.04.03:
Endlich wieder ein Publikumserfolg in der Wiener
Volksoper. Regisseur Matthias Davids, dem das Linzer Landestheater
eine hervorragende West Side Story verdankt, bringt eine stimmige
Aufführung auf die Bühne. Dass ein frischer Wind durch diese
Anatevka weht, liegt an Adi Hirschal, der als Milchmann Tevje das
Klischee des alten, leidgeprüften Juden abstreift, jünger,
temperamentvoller, impulsiver ist, feinen Humor ausspielt, aber auch
überzeugenden Ingrimm über die Partnerwahl seiner Töchter.
Der
Standard 14.04.03, Stefan Ender:
Hat der Fiedler auf dem Dach seine erste Weise
beendet, dimmt sich das Volksopernbühnendunkel zaghaft ins
wolkenverhangen Abenddämmrige, und der Betrachter wird einer enorm
fluchtpunktfokussierten Ansammlung von krippenartigen Unterständen
gewahr, monochrom und erdigstaubig (Bühne: Mathias
Fischer-Dieskau). [...] Erni Mangold besticht als
Heiratsvermittlerin Jente mit dürrkrächzendem Rezitativ-Singsang.
[...] Insgesamt eine runde Sache mit vielen netten Witzchen.
Begeisterter Applaus.
Kurier
14.04.03, Peter Jarolin:
Im Zentrum der Regie steht die Emanzipation der
drei heiratswilligen Töchter, die den armen Tevje zur
väterlich-gütigen Verzweiflung treiben. Gekonnt verleihen Monika
Trabauer, Martina Dorak und Claudia Stangl diesen aufbegehrenden
Kindern ihre Stimmen. Gerhard Ernst als grober Metzger Lazar Wolf
kostet die Pointen aus, Erni Mangold als verhärmte, monetär gut
kalkulierende Heiratsvermittlerin Jente hat wieder eine Paraderolle
gefunden. Adi Hirschal zeichnet ein letztlich gebrochenes, doch
weiter demütig auf Gott vertrauendes Menschenkind.
musicals
Juni 2003, Sascha Sautner:
Die Volksoper
konnte für Jerry Bocks Musical den österreichischen Fernsehstar
Adi Hirschal gewinnen. Gekonnt, sowohl schauspielerisch als auch
stimmlich, singt er sich in die Herzen der Theaterbesucher. [...]
Matthias Davids´ Inszenierung kommt beim Publikum der Wiener
Volksoper sehr gut an. Das fabelhafte Bühnenbild von Mathias
Fischer-Dieskau hätte sogar eine Auszeichnung verdient. Es ist
gleichzeitig schön und praktisch, so dass in Sekundenschnelle
völlig neue Bilder entstehen. Wunderbar klingt das Orchester unter
der musikalischen Leitung von Peter Keuschnig. Wie gesagt: ein
großer Erfolg!
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